Sega Megadrive/Genesis HTPC

In diesem und folgenden Posts beschreibe ich meinen Weg zum HTPC auf Basis eines Intel Atom N330 MiniITX Boards mit Nvidia ION Grafikchip von Zotac (Zotac ION ITX A-E). Das Board verfügt über spezielle stream processors innerhalb der GPU, in denen Mithilfe der VDPAU Bibliothek (unter Linux) ein Großteil des Decodings verschiedener Videocodecs ausgelagert werden kann.

Der Rechner soll hauptsächlich als MediaPC dienen, aber auch als Server verschiedener Dienste wie HTTP, MySQL, CouchDB, OpenVPN, Redmine … Daher war mir wichtig, dass der Rechner möglichst geräuschlos ist und habe mich für eine 32 GB SSD entschieden. Mediendaten stehen ohnehin auf einem sich im Netzwerk befindlichen, 6 TB Raid5 Server, zur Verfügung. Zuletzt benötigt man noch DDR2 Arbeitsspeicher. Für mich soll es ein 2GB Riegel sein. Alles in allem kommt man mit 250€ aus.

Sega Megadrive/Genesis

Um dem ganzen etwas Glamour zu verleihen, habe ich mich entschieden, den Rechner von Außen nicht identifizierbar in ein altes Sega Megadrive (oder auch Sega Genesis) Gehäuse einzubauen. Außerdem sollte die ursprüngliche Konsolenfunktion so weit wie möglich nachgeahmt oder erhalten werden.

Für eine funktionierende Konsole (seht es mir nach ..), zwei Pads und drei Spielen (Starflight, Sonic I und Kings Bounty) habe ich bei eBay knapp 15€ bezahlt.

Auspacken und Ausschlachten

Auf der Unterseite alle Schrauben lösen. Den Deckel abnehmen. Um das Mainboard von der Unterseite lösen zu können müssen auch die Schrauben am Cartridgeslot gelöst werden. Danach können alle Teile entfernt werden. Jetzt habe ich mit Dremel und Trennscheibe alle im Weg stehenden Teile so gut wie möglich eingeebnet. Das MiniITX Board habe ich in der Rechten hinteren Ecke platziert und entsprechende Aussparungen für alle Anschlüsse vorgesehen.

Zuerst hatte ich vor, das prinzipiell passiv betreibbare System mit dem beiliegendem 4-Pin Lüfter zu kühlen, was sich aufgrund der Lautstärke als unpraktikabel erwies. Ich warte derzeit auf einen Noiseblocker BlackSilentFan XM2 Lüfter, den ich seitlich auf Höhe des ursprünglichen Erweiterungsslots des Megadrives auf den Radiator anbringen werde. Leider habe ich es noch nicht geschafft per ACPI die Drehzahl der Lüfter zu regeln. Im passiven Betrieb liegen beide Cores bei ~40-50°C im geschlossenen Gehäuse, was absolut akzeptabel ist. Leider steigt die Temperatur stark während man einen Film guckst, daher gehts nichts ohne Kühlung.

Im Moment arbeite ich an einer Platine um die Original-Controller als Tastaturen im System zu integrieren. Verwendung findet dafür ein AT90USB1287 aus der Bastelkiste.

Pinbelegung Sega Megadrive Controller

Pin Farbe im Pad Funktion
1 Braun Up
2 Rot Down
3 Orange Y1
4 Gelb Y2
5 Grün VCC
6 Blau Y3
7 Grau Select
8 Schwarz GND
9 Weiß Y4

Alle Funktionstasten liegen über Pull-Ups an VCC. Bis auf Up/Down liegen alle Funktionstasten an einem 74157 (4x Zweifach Multiplexer).

Schaltplan so far

megadrive_pcb

Noch ein paar Bilder vom Umbau:

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2 Antworten auf Sega Megadrive/Genesis HTPC

  1. Birgitta sagt:

    Das like Button Plugin waere nuetzlich. Oder habe ich es nicht gefunden?

  2. Hody sagt:

    Habe mir auch einen HTPC gebaut, damals, aber mit Gehäuse von der Stange. Meinen Respekt für solch eine Bastelarbeit, sieht bestimmt cool aus wenn er fertig ist…

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